Wenn unerträglich wird die Last — greift erHinauf getrosten Mutes in den HimmelUnd holt herunter seine ew’gen Rechte,
Die droben hangen unveräusserlich
Und unzerbrechlich, wie die Sterne selbst. —
Der alte Urständ der Natur kehrt wieder,
Wo Mensch dem Menschen gegenüber steht —
Zum letzten Mittel, wenn kein and’res mehrVerfangen will, ist ihm das Schwert gegeben —
Der Güter höchstes dürfen wir verteid’genGegen Gewalt. — Wir steh’n für unser Land,
Wir steh’n für uns’re Weiber, uns’re Kinder!
Alle (an ihre Schwerter schlagend).
Wir steh’n für uns’re Weiber, uns’re Kinder!
Rösselmann (tritt in den Bing).
Eh’ ihr zum Schwerte greift, bedenkt es wohl!
Ihr könnt es friedlich mit dem Kaiser schlichten.
Es kostet euch ein Wort, und die Tyrannen,
Die euch jetzt schwer bedrängen, schmeicheln euch.
— Ergreift, was man euch oft geboten hat,
Trennt euch vorn Reich, erkennet Östreich’s Hoheit. —Auf der Mauer.
Was sagt der Pfarrer? Wir zu Östreich schwören!Am Bühel.
Hört ihn nicht an!
W i n k e 1 r i e d.
Das rät uns ein Verräter,
Ein Feind des Landes!
R e d i n g.
Ruhig, Eidgenossen!
S e w a.
Wir Östreich huldigen nach solcher Schmach!
Von der Flüe.
Wir uns abtrotzen lassen durch Gewalt,
Was wir der Güte weigerten!
Meier.
Dann wären
Wir Sklaven und verdienten, es zu sein!
Auf der Mauer.
Der sei gestossen aus dem Recht der Schweizer,
Wer von Ergebung spricht an Österreich!
— Landammann, ich bestehe d’rauf: Dies seiDas erste Landsgesetz, das wir hier geben.