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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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ich meinerseits wäre nicht fähig, aus den Besprechungen, die da aufkämen,den richtigen Vorteil und Genuß zu ziehen. Ich bin also in einer Beziehungherzlich froh, daß mir noch zwei Monate Frist gegeben sind.

Deine Ansicht, lieber Otto, es möchte am geratensten sein, wenn ich dieWettstein'schen Lesestücke vorerst in Angriff nähme, habe ich flugs zu dermeinigen gemacht. Es war mir sofort klar, daß dies der kürzeste Weg sei,über die verschiedensten Gegenstände zu richtigen, soliden Kenntnissen zu ge-langen. Ich fühlte nämlich in jenen Tagen vor allem aus meine Armutan realistischem Wissen. Das gab also den Ausschlag, nicht der sprachlicheGewinn, der bei gedachten Übungen zu erzielen sein dürfte. Ich verstanddas noch zu wenig, trotz der vielen Mühe, die du dir in deinem vorgängigenBriefe in dieser Beziehung um mich gegeben. Jenen Brief verstehe ich erstjetzt; erst jetzt weiß ich, daß, wenn ein Lesestück sprachlich, formell erfaßt ist,der Inhalt desselben, von selbst dem Gedächnisse sich einprägt.

Ich fahre also fort, wie ich angefangen und wie du mir geraten hast.

Laß bald wieder ein Wörtchen von dir hören; ich werde dich mit derAntwort nimmermehr so lange hinhalten.

Bestens grüßend

dein

Ferdinand.

Gericht über einen Uuglücksfalt, der sich in der Gemeinde oder derenUmgebung zugetragen.

I. Einleitende Sätze als Vorbereitung.

II. Vorfall selbst.

1. Erster Eindruck (Nachricht, plötzlicher Anblick.)

2. Schilderung des Vorfalls.

3. Veranlassung.

III. Warnung und Hoffnung, daß der Freund nie derartiges zu berichtenhabe.

Gericht über eine Krankheit.

(Eine selbst durchgemachte oder diejenige eines Familiengliedes.)

I. Warum man längere Zeit nicht geschrieben. Jetzt zwar wieder besser,aber die Gefahr groß gewesen.

II. Krankheit selbst.

1. Art.

2. Mutmaßliche Veranlassung.

3. Verlauf und Dauer derselben. Nachwirkung.

III. Gesundheit nicht hoch genug schätzen; man erkenne dies erst in Tagen,der Krankheit. Hoffnung, der Brief werde den Freund und all' dieSeinigen gesund antreffen.