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Lesebuch für die Primarschulen des Kantons Schaffhausen : 6. Schuljahr / hrsg. von der kantonalen Lesebuchkommission
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Winter erzählt hast!" riefen Johannes und Georg zu-gleich.Ihr habt recht", fuhr der Großvater fort,nachSt. Gallen geht's, und dann in das sonnige Appenzeller-ländchen hinauf, zu den lustigen und gewerbsamen Appen-zellern.

Die Appenzeller waren einst Untertanen des Abteszu St. Gallen, der sie ziemlich hart hielt. Besonders derAbt Kuno von Stoffeln ließ die Appenzeller durch seineAmtsleute (Vögte) hart bedrängen, so daß sich das Berg-völklein gegen seinen Herrn empörte. Sie vertrieben diehartherzigen Vögte und wandten sich um Hilfe au Schwyz,das sie in sein Landrecht aufnahm.

Aber Abt Kuno war nicht der.Mann, der sich dasgefallen ließ. Er sammelte ein Heer von 5000 Mann,das sich aus Adeligen und aus Leuten der Städte amBodensee und aus St. Gallern zusammensetzte. Am 15. Mai1403 verließ dieses Heer die Tore St. Gallens und zogdurch einen bewaldeten Hohlweg hinauf nach Vögelinsegg,einer Anhöhe vor Speicher, wo ihnen die Appenzeller, ver-stärkt durch 300 Schwyzer und 200 Glarner, auflauerten.Als das äbtische Heer sorglos heranzog, voran die Reiterei,wurden sie unversehens mit einem Steinhagel empfangen.Rasch wollten sich die Reiter zurückziehen; aber wie sie sichwandten, ergriffen die Hintern die Flucht, die rasch allge-mein wurde. Bis vor die Tore der Stadt St. Gallenverfolgten die siegreichen Appenzeller und ihre Verbündetendie Feinde und erschlugen sie zu Hunderten. Das war dererste Sieg der Appenzeller.

2. Nach dieser Niederlage des Abtes hatten die Städteam Bodensee keine Lust mehr, für ihu in den Krieg zu ziehen.Da wandte er sich an den Herzog Friedrich von Österreich,der ihm Hilfe zusagte. Am 17. Juni 1405 brach ein statt-liches österreichisches Heer, unter dem sich auch eine Schar