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Lehr- und Lesebuch für das achte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrat des Kantons St. Gallen
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übrigen Fragen dürften im Gesagten bereits ihre beruhigende Be-antwortung erhalten haben.

Meiner Ansicht nach kannst Da ihm daher den nachgesuchtenKredit getrost bewilligen.

Mit freundschaftl. Grosse, ergebenst

Dein Jb. Stieger.

oder:

Mit Deiner Anfrage versetzest Du mich in nicht geringeVerlegenheit. Einerseits möchte ich Dir gut raten, andererseitsaber auch Herrn Tanner nicht wehe tun.

Seit dem Tode seiner tüchtigen Frau hat der sonst wackereMann leider etwas den Kompass verloren. Man trifft die Gesellenhäufig sich selbst überlassen und den Meister beim Glase. Dochscheint in letzterer Zeit wieder eine Neigung zur Besserung ein-getreten zu sein.

Die Steuerverhältnisse sind mir unbekannt, und durch Nach-frage würde ich mich verraten.

Wie wärs, wenn Du es mit Fr. 500 versuchtest? >

Auf Verschwiegenheit wird gezählt.

2. Empfehlungsschreiben.

Rorschach, den 10. November 1907.

Herrn Dr. Scliüepp,Sehr geehrter Herr Vetter!

Luzern.

Der Überbringer dieser Zeilen, Jüngling Jolis. Tödtli, Sohneines meiner besten Freunde, dahier, ist im Begriffe, in die dortigeKunstgewerbeschule einzutreten.

Unsere Beziehungen und Ihre mir bekannte Liebe zur Jugendermutigen mich nun zu der Bitte, Sie möchten sich um den jungenMenschen annehmen, sich ab und zu zuständigen Orts nach ihmerkundigen und ihn von Zeit zu Zeit abends zu sich laden.

Bisher war seine Aufführung tadellos; immerhin ist er nochein ziemlich unbeschriebenes Blatt.

Kommt er in eine gute Umgebung, dann ist Hoffnung vor-handen, dass er in die Fussstapfen seiner wackern Eltern tritt,deren einziges Kind er ist.