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Gerät er dagegen unter lose Kameraden, dann fürchte ich,angesichts seines Temperamentes, sehr für ihn.
Sie tun also ein sehr gutes Werk, wenn Sie meiner Bittewillfahren, namentlich wenn Sie auch die Privatlektüre des wissen s-durstigen Jünglings in die richtigen Bahnen lenken.
1 Was Sie an ihm tun, soll als mir selbst erwiesen gelten. DenLohn wird Ihnen ein Höherer gehen.
Mit hochachtungsvollstem Grosse:
Ihr Vetter:
Traugott Wahrmund.
3. Mahnschreiben.
Chur, den 10. November 1907.
Herrn Gotthold Führer, z. „Blauen Fahne“,
Speicher.
Schon zum dritten Male habe ich Ihnen den vierteljährlichenRechnungsauszug über den Ihnen den 10. Januar 1. J. zugeschicktenVeltliner Übermacht, leider ohne Erfolg.
Die Rücksicht auf meine eigenen Zahlungsverpflichtungen,auf den Zinsverlust und namentlich auf die Ordnung, als oberstesPrinzip eines Geschäftes, gestattet es mir nicht, den Ausstandlänger zu dulden.
Sollte daher die Zahlung der geforderten Fr. 230.50 nicht bis■den 20. 1. M. bei mir eingehen, so sähe ich mich zu meinem Leid-wesen genötigt, rechtlich gegen Sie vorzugehen.
In der angenehmen Erwartung, Sie werden sich und mir diesesEnde früher guter Beziehungen ersparen, zeichne ich hochachtend:
Giovanni Tomarelli.
4. Entschuldigungsschreiben.
Speicher, den 12. November 1907.
Herrn Giovanni Tomarelli, Weinhandlung,
Chur.
Es ist mir wirklich leid, dass ich Sie in die unangenehmeLage versetzt habe, mich wiederholt zur Zahlung mahnen zumüssen. Tatsächlich hätte ich Sie schon früher über den Grund•des Rückstandes aufklären sollen. So geschehe es wenigstens jetzt: