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kann nicht finden, wo es ist." Der Kapitän zieht den Atem ansich und riecht's auch; aber bald ist's ihm wieder, als wär' esnichts; bald riecht er's wieder. Er sucht alles durch und kannnichts finden. Aber je länger je ärger wird der Brandgeruch, undendlich in der Nacht, da schon das ganze Dampfschiff voll desangsterregenden Gestankes ist, ruft er: „Maxwell, ich hab's ge-funden; die Flammen brechen bei dem Nade durch!" — „Dannwende ich das Schiff dem Ufer zu," rief dieser entgegen und schlugsich vor die Stirn; denn er kannte deutlich die furchtbare Gefahr.Aber er faßt sich, und als er sich allein sieht, fällt er auf seineKniee und ruft Gott an und betet: „O allmächtiger Gott, ver-leih' nur Stärke, jetzt treulich meine Pflicht zu erfüllen, und werdedu selbst Tröster meiner Witwe und Vater meiner acht Waislein!"Darauf ergreift er wieder das Steuerruder und steht unbeweglich,das Angesicht der nächsten Landspitze zugekehrt, und das Schifffliegt darauf los wie ein Pfeil. Die Matrosen wenden alle ihreKräfte an, das Feuer zu dämpfen; aber die Wut der Flammenwächst mit jeder Minute und treibt die Maschine mit grausen-erregender Gewalt, und das Schiff schießt durch die Wellen hinwie ein Sturmvogel. Alle Reisenden hatten sich auf dem Vorder-teile zusammengedrängt; denn der gewaltige Luftzug ließ keinenRauch dorthin kommen, sondern trieb denselben rückwärts. Dastand aber nun der arme Maxwell an seinem Steuerruder in demerstickenden Qualm wie ein Märtyrer auf dem rauchenden Scheiter-haufen. Der Kapitän und die Matrosen taten zwar, was siekonnten, um das Hinterteil mit Wasser zu beziehen; aber dastat dem wütenden Brande keinen Einhalt. Schon fängt der Bodenunter Marwells Füßen an sich zu entzünden; aber er weicht nichtvon seinem Posten; denn an seiner Hand hängt jetzt das Lebenvon achtzig Personen. Immer gerade hin nach dem Lande schautsein Blick; immer rasender treibt die Flamme das Schiff; immerunbeweglicher hält seine Hand das Ruder.
Die Leute am Ufer sehen das brennende Schiff und richtenFeuerzeichen auf, um den Unglücklichen zu zeigen, wo sie landensollen. Maxwell versteht's. Seine Füße fangen an zu braten; aberer bleibt. So sturmschnell das Schiff dahin saust, er möchte ihmnoch Flügel dazu geben; denn er merkt, es kann kaum einigeMinuten mehr dauern, so sinkt es. Und jetzt — jetzt ist's daran— da rückt sein Steuerruder und rutsch — rutsch! da sitzt das