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brennende Schiff auf dem Sande. Alle werden gerettet, und Max-well wird auch aus Land getragen; aber wie sieht er aus! SeineKleider fallen ihm wie Zunder vorn Leibe; seine Fühe sind ganzverbrannt. Doch Gott segnet die Hand des Arztes, und nachmehreren Wochen kann Maxwell das Bett wieder verlassen. Aberseine hohe Gestalt ist gekrümmt; seine Haare sind ganz gebleicht;seine Fühe bleiben schwach, und er hat daran seiner Lebtage zuleiden. Er ist Krüppel um Gottes willen, und seine Familie hatihren Ernährer verloren. Doch hat Gott Herzen erweckt, die sichseiner und der Seinigen treulich angenommen haben.
11. Der Dieb.
Robert Reinick.
Im nächsten Städtchen gab es Kirchweih und Jahrmarkt;deshalb waren alle Leute aus dem Dorfe dorthin gezogen, umeinzukaufen, lustig zu sein und zu tanzen. So war es denn amAbende gar still im Orte; kein Mensch war zu sehen noch zu hören.Der Brunnen, an dem sonst um diese Zeit die Mädchen beimWasserholen plauderten und lachten, streckte seinen langen Balkenneugierig in die Luft, als wollte er fragen: Kommt denn heuteniemand her, mein Wasser zu holen? Unter der großen Linde,wo an anderen Abenden die jungen Burschen sahen und ihre Liedersangen, regte sich heute kein Erashälmchen, und nur oben imBaume pfiff ein Vögelein sein Abendlied. Selbst der alte Baum-stamm, auf dem die Kinder zu spielen und herumzuklettern pflegten,lag verlassen und leer da, und nur wenige Ameisen, die sich beider Arbeit verspätet hatten, krochen darauf noch hin und her,um sich ihr Abendbrot zu holen.
Allmählich kam die Dämmerung herauf; es wurde immerdunkler und stiller, und nachdem die lauten, lustigen Vögel inihre Nester gekrochen waren, schlüpften die häßlichen Fledermäusehervor und schwirrten und huschten durch die Abendluft.
Da kam um die Ecke der Scheune ein Mann daher. Erschlich leise und ängstlich immer der Mauer entlang, wo es amdunkelsten war. Dabei sah er sich scheu nach allen Seiten um,ob auch ein Mensch da wäre, der ihn bemerken könnte. Als ersich aber ganz sicher glaubte, kletterte er aus die Mauer, kroch