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Lesebuch für das vierte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der Kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrate des Kantons St. Gallen
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4. D guter Vater droben, beschütz' den Heimatort

und segne ihn mit Frieden! Viel Gutes sei beschiedender Heimat fort und fort! Kamp.

76. An ihrem Sarge.

1. Noch gestern schlug ein Herz für mich,ein Herz, das nur für mich empfand,und heute küsse weinend ich

der lieben Mutter kalte Hand.

2. O, gestern noch wie war ich reich!

Denn gestern war die Hand noch warm.

Und heute liegt sie starr und bleich,die mich geliebt. Wie bin ich arm!

3. Mein Herze, das dir dankbar schlägt,es kennt der Gaben Zier und Krön:

Das ist die Liebe, die bewegt

das Herz der Mutter für den Sohn. Franz Bonn.

77. Gewässer und Hodengessalt.

Luft und Winde.

Wenn wir ein Buch oder die Hand schnell beim Gesichtvorbei bewegen, so spüren wir einen Luftzug. Im Sommer,wenn es recht heiß ist, fächeln wir uns so Luft zu.

Wir sehen die Luft nicht,- sie ist durchsichtig und erscheintfarblos, wie das Wasser. Freilich, wenn wir auf den großen Teichoder auf den tiefen See hinschauen, dann ist das Wasser nichtmehr farblos; es erscheint uns blau oder grünblau. So ist esauch bei der Luft. Weit oben erscheint sie uns bei wolkenlosemHimmel auch blau. Eine Lufthülle umgibt die ganze Erde; dieseLufthülle heißt man Atmosphäre. Sie reicht wohl 100 km weithiüauf. - Wo viele Menschen wohnen und arbeiten, wird dieLuft verunreinigt durch das Atmen der Menschen, durch Staubund Rauch und allerlei Dünste. - Die Luft ist nicht immer ruhig;