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Lesebuch für das vierte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der Kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrate des Kantons St. Gallen
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wenn sie in Bewegung ist, sagen wir:Es windet oder lüftet."Wie macht sich denn der Wind bemerkbar? Wir fühlen undhören ihn. Er bläst; er pfeift; er heult. Was schafft er dabei?Er spielt mit den Blättern; er säuselt amTrüeter" an derWand; er lispelt in den Gartensträuchern, bewegt das Gras undkräuselt das Wasser. Er reiht auch manchmal die Mützen undHüte vom Kopfe; er rauft und saust in den Asten der Bäume,daß Birnen und Apfel und selbst Zweige herunterfallen. Ertreibt die Regenwolken, den Nebel und auch schädliche und un-gesunde Dünste aus unserer Gegend weg. Er verbreitet die Samenmancher Pflanzen. Er hilft die Wäsche trocknen auf dem Auf-hängeplatz und treibt die Segelschiffe auf dem See. Manchmalaber entwurzelt er auch Bäume und deckt Dächer ab; das istdann ein Sturm oder Orkan. Im Gebirge gibt es oft auchfurchtbare Schneestürme.

Lüftlein, Wind, Sturm.

1. Lüftlein müssen im Haine säuseln,müssen im Büchlein die Wellen kräuseln.

2. Winde müssen im Walde sausen,machen die Wellen des Meers erbrausen,müssen am Hügel die Mühlen treibenund so die Körner zu Mehl zerreiben.

3. Doch plötzlich braust der Sturm daher;

da türmt sich die Welle hoch aus im Meer;die Schiffe müssen an Klippen zerschellen,und alles wanket, knarret und kracht -das ist des Sturmwinds zerstörende Macht.

C. Harms.

Das lldaffer.

Bom Himmel kommt es;zum Himmel geht es;und wieder zur Erde muh es,ewig wechselnd.

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