An einer besonderen Gemeindeversammlung („Rechnungsgemeinde")stimmen dann die Bürger darüber ab, ob sie mit der Art und Weise,wie sie das gemeinsame Eigentum verwalteten, die Gelder verwen-deten und für das Wohl der Gemeinde sorgten, zufrieden seien odernicht. - Außer den Steuern müssen die Einwohner auch noch ver-schiedene persönliche Dienste leisten, z. B. Feuerwehrdienst, Sturm-wache, Wasserwehrdienst. Für das ganze Vaterland, die Schweiz,leisten wir Militärdienst und wer „dienstunfähig" ist, bezahlt alsErsatz hiefür „Militärpflicht-Ersatzsteuer." So dienen wir alleunserer engeren Heimat oder Gemeinde und auch unserer weiterenHeimat, dem schweizerischen Vaterland.
8-5. Die Landkarte.
Auf ähnliche Weise, wie wir unser Schulhaus und unsereOrtschaft gezeichnet haben, kann man auch eine ganze Gegend,ja ein großes Land darstellen. Eine solche Darstellung nenntman eine Landkarte. Aus dieser kann man, wenn man dieZeichen versteht, wie aus einem Buche lesen. Seen und Flüsseerscheinen uns auf einem Berg als bläuliche Flächen und ge-schlängelte Linien; darum zeichnen wir sie mit Blaustift oder blauerKreide ein. Dörfer geben wir mit roten Ringlein, Städtchen alsVierecke wieder. Für Wege zeichnen wir einfache, für Straßendoppelte Linien. Rote Linien bedeuten Eisenbahnen, rote Dier-ecklein Bahnhöfe. Schlösser werden durch kleine Vierecke, Ruinendurch Winkelzeichen, Klöster durch Kreuzlein und schöne Aussichts-punkte durch Sternchen angedeutet.
Am schwersten sind die Berge zu zeichnen. Man könntesie so darstellen, wie sie einem erscheinen, wenn man an einemhellen Abend am Fenster der Kammlinie nachfährt, also etwa so:
Auf dieser Figur kann man die Länge und Höhe der Bergedeutlich erkennen. Aber auf der Landkarte zeichnet man die Berge