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Lesebuch für das vierte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der Kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrate des Kantons St. Gallen
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3m Frühling legen die Frösche Eier, die man Froschlaichnennt. Der Frosch kann sie nicht ausbrüten; das überläßt erruhig den warmen Strahlen der Sonne. Aus den Eiern kommenaber nicht kleine Frösche hervor, sondern Tierchen, die man Kaul-quappen nennt. Man sieht an ihnen zuerst nur ein rundes,schwarzes Kügelchen und ein etwas breitgedrücktes Schwänzchen.Aber allmählich entwickelt sich das Tierchen; die Hinterfüße zeigensich und etwas später wachsen auch die Vorderfüße. Das Schwänz-chen fällt ab, und endlich ist das Fröschlein fertig. Jetzt muß es

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nur recht viele Insekten, Schnecken und Würmer fressen, um eingroßer Frosch zu werden. Und das tun die jungen und die altenFrösche sehr fleißig und werden dadurch den Menschen nützlich.Sie führen zu Wasser und zu Lande Krieg gegen die kleinenschädlichen oder lästigen Tiere. Dabei sind ihnen die langen undstarken Hinterbeine, mit denen sie gewandt schwimmen und weithüpfen können, von großem Nutzen. Sie sind es aber auch, umderetwillen der Mensch schon bald im Frühjahr auf die FröscheJagd macht, sie zu töten. Die abgeschnittenen Hinterbeine werden,auf verschiedene Art zubereitet, gegessen. Leider kommt es immernoch vor, daß den Fröschen die Hinterbeine bei lebendigem Leibe

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