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2. Da kommt sein Knabe hochbeglücktmit bunten Blüten reich beladen.
Im Felde hat er sie gepflückt;
Kornblumen sind es, Mohn und Raden.
Er jauchzt: „Sieh, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht!"
I. Sturm.
M. Der Hafer.
1. Der Hafer wird im Frühling gesät. Seine faserigenWurzeln stehen in einem Büschel beisammen. Der Halm wirdetwa einen Meter hoch. Aus den Knoten des Halmes wachsenlange Blätter hervor. An seiner Spitze steht die Rispe. Diesebesteht aus vielen kleinen Ährchen, in denen die Körner stecken.
2. Der Hafer reift im Sommer. Dann wird er mit derSichel geschnitten oder mit der Sense abgemäht. Die Garbenwerden in die Scheune geführt und gedroschen. Der Hafer istein vortreffliches Futter für die Pferde. Auch die Vögelein liebenihn sehr und machen dem Haferfelde häufig Besuch. Aus demgebrochenen Hafer kocht die Mutter das gute Hasermus.
M. Der Weizen.
1. Im Herbst streut der Landmann die Körner in die weicheErde. Bald wachsen daraus schmale, lange Blätter. Der ganzeAcker gleicht einer grünen Wiese. Im Winter aber kann derWeizen nicht weiter wachsen. Die Luft ist zu kalt; kaum wirddie Saat durch die Schneedecke vor dem Erfrieren geschützt.
2. Aber da kommt der Frühling. Die zarten Pflänzchensangen wieder frisch zu wachsen an. Bald erscheinen die Halme.An der Spitze derselben zeigen sich die Ähren. Anfangs sind siegrün; allmählich werden sie gelb. Ende Juli wird der Weizenreif. Dann kommen die Schnitter. Mit ihren Sicheln schneidensie die Halme und binden sie in Garben. Diese werden in derScheune gedroschen. Aus den Körnern wird in der Mühle dasMehl gemahlen, aus dem der Bäcker nahrhaftes Brot bereitet.Die Mutter aber backt aus ihm die wohlschmeckenden Kuchen.