Buch 
Lesebuch für das dritte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / hrsg. vom Erziehungsrate des Kantons St. Gallen
Entstehung
Seite
80
JPEG-Download
 

80

1V5. Die Mühle.

1. s klappert die Mühle am rauschenden Bach;

AW- bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets mach.Es mahlet uns Korn zn dem kräftigen Brot,und haben mir solches, so hat's keine Not.

2. Flink laufen die Räder; sie drehen den Steinund mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein.

Der Bäcker dann Kuchen und Zwieback draus bäckt,der immer den Kindern besonders gut schmeckt.

3. Wenn reichliche Körner das Ährenfeld trägt,

Die Mühle dann stink ihre Räder bemegt.

Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot,

So sind wir geborgen und leiden nicht Not!

Anschütz,

M. Der Bäcker.

1. Der Bäcker schüttet das Mehl in den Backtrog, den wirMulde nennen. Dann gießt er Wasser, manchmal auch Milchhinzu und bringt den Sauerteig hinein.

2. Nun folgt seine schwerste Arbeit. Mit den Händen mußalles sorgfältig durcheinander geknetet werden. Dadurch entstehtder Teig, aus welchem nun Brote und Wecken, Kuchen undRing egeformt werden.

3. Unterdessen hat er den Backofen geheizt; dieser muß nunnoch voir Asche und Kohle gereinigt werden. Jetzt nimmt derBäcker die Backschaufel zur Hand, legt die Brote und Wecken,die Kuchen und Ringe darauf und schießt sie in der: heißenOfen hinein.

4. Da bleiben sie ungefähr eine Stunde liegen, bis sie sichinit einer braunen Kruste überzogen haben.

5. Noch einmal tut die Schaufel ihren Dienst; sie bringt das

Gebackene glücklich wieder heraus. H. R. Rüegg,