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die Mühe des Ab- und Anschirrens zu ersparen. Das tat aberVormanns Konrad nicht, und es kann wohl sein, daß ihm selberdarum das Essen um so besser schmeckte.
Es war ein eigenes Behagen, mit dem sich Konrad nachdem Mittagessen auf den Stein an der Stalltüre setzte, mit ei-nem gesunden Strohhalm seinem Pfeifenrohr Luft machte, wäh-rend er einstweilen den runden Pfeifenkopf auf den Sims deskleinen Stallfensterchens gelegt hatte. Als er jetzt nach demPfeifenkopf griff, rollte er hinunter und ganz unversehrt in denStall, auf einen Strohbüschel. Schon wollte Konrad herabsteigenund durch die Tür in den Stall gehen, um den Pfeifenkopf zuholen; aber plötzlich hielt er wieder inne, er sah, daß die Pferdesich niedergelegt hatten, und er wußte, daß sie alsbald aus derihnen so nötigen Ruhe aufspringen würden, wenn er in den Stallträte, er setzte sich daher ruhig nieder und hielt das Rohr mitdem Wassersacke rauchlos am Munde.
Der Landwirt Vormann, der ihm aus seinem Fenster zuge-sehen hatte, trat auf Konrad zu und fragte ihn: „Warum rauchstdu nicht? Hast du deine Pfeife zerbrochen?"
„Nein, sie ist nur da hinabgerutscht, aber ich will die Gäulenicht aufwecken, will lieber warten, bis es wieder ins Feld geht.“
Vormann reichte ihm die eigene, silberbeschlagene Pfeifeaus dem Munde. Da nimm und behalte das zum Dank dafür.Wer die Ruhestunden eines Tieres schont, der ist rechtschaffenauch gegen die Menschen. Wir bleiben hoffentlich lebenslangbeieinander.“
Glück und Unglück.
Wie hat zu einem Bauersmann ein Doktor gesagt? „IhrLandleute", sagte er, „habt es doch immer gut. Wenn das Ge-treide wenig gewachsen ist, so verkauft ihr es um einen teurenPreis. Ist es wohlfeil, so habt ihr viel zu verkaufen und lösetauch viel Geld.“ „Umgekehrt, Herr Doktor", sagte der Bauers-mann, „wir kommen auf keinen grünen Zweig. Denn, wenn dasGetreide teuer ist, so haben wir nicht viel zu verkaufen. Wennwir aber viel haben, so ist es wohlfeil und macht uns doch nichtreich.“ Auch gut gegeben.