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diesem entsteht später die Frucht, die Kirsche; darum heisstes Fruchtknoten. Endlich steht auf dem Fruchtknoten einfeines Stielchen, das in ein kleines, jedoch nicht staubigesKnötchen endigt: es ist der Griffel. Dieser ist eigentlichein ganz feines Röhrchen, was man mit einem starken Ver-größerungsglas deutlich sieht. Soll es nun Kirschen geben,so muss etwas Staub von den Staubbeuteln auf die obereÖffnung des Griffels fallen. Er dringt dann hinunter bis zumFruchtknoten, und erst jetzt wächst dieser zur Kirsche aus;sonst stirbt er bald ab.
c. Die Kirsche.
Wenn die Rillte den Baum einige Zeit geschmückt hat,so fallen die äussern Teile derselben ab: zuerst die Blumen-krone, dann der Kelch. Der Fruchtknoten jedoch bleibt beiguter Witterung stehen, schwillt an und ist schon Ende Mai’serbsengross, aber immer noch grün. Das Wachstum schreitetfort; im Brachmonat bekommen die Früchte allmälig rote Bäck-lein. Im heißen Sonnenstrahl reifen sie nun rasch, und imHeu- und Erntemonat stellt der Landmann die lange Leiter anden Baum, und mancher Korb wird freudig angefüllt. Weraber Kirschen und anderes Obst von Bäumen reißt, die nichtihm gehören, oder auch nur darunter aufliest, ist ein Dieb undverdient nachdrückliche Züchtigung. Die Kirschen sind rot undschwarz, einige Sorten auch nur gelblich. Eine zarte, glänzendeHaut umschließt ein dickes, saftiges, süsses Fleisch. Unterdiesem liegt der sogenannte Stein. Der besteht aus einer sehrharten Schale, die einen öligen Kern umgibt. Dieser Stein istnichts anderes, als der Same des Kirschbaumes. Die Blüte istnur da, um diesen Samen zu erzeugen. Aus ihm kann ein neuerBaum entstehen, wenn er in die Erde gelegt wird. Hätte derliebe Gott die Blüten nicht am Baume wachsen lassen, so würdennach einiger Zeit die Kirschbäume auf der Erde ausgestorben sein.
d. Das L aub.
Aber während die Kirsche gross wird, wächst auch dasLaub. Das Blatt des Kirschbaumes hat eine runde Form. Der