Rand ist mit feinen Zähnen versehen, fast wie eine Säge. Wenndie Kirschen vorn Baume herunter sind, da ist’s, als hätte auchdas Laub keine rechte Freude mehr. Es wird gegen den Herbstgelb, oft auch prächtig rot. Bald aber tritt der scharfe Frostein, die Blätter fallen zur Erde und werden vorn Winde ver-weht.
6. Pflege und Nutzen.
Der Kirschbaum gedeiht nur auf trockenem Boden, anwarmen, sonnigen Standorten wohl. Der kalte Nordwind schadetihm. In unsern Wäldern wachsen Kirschbäume wild. Die Holz-kirschen sind nur klein, jedoch sehr kräftig. Der wilde Kirsch-baum ist der Vater der andern. Durch sorgfältige Pflege hatihn nämlich der Mensch so veredelt, dass seine Früchte grösserwurden.
Gewiss ist der Kirschbaum einer der nützlichsten Bäume.Wie trefflich schmecken nicht die Kirschen frisch! Viele werdenaber auch gekocht, andere gedörrt, damit man sie für denWinter aufbewahren kann. In manchen Gegenden bereitet manaus der schönen Frucht das Kirschwasser. Dies ist einberauschendes Getränk, das aus dem süssen Kirschensaft ent-steht. Und wenn der Baum alt geworden ist und abstirbt, sogewährt das Holz noch einen grossen Nutzen. Der Stamm wirdin Bretter gesägt; daraus arbeitet der Schreiner feine unddauerhafte Hausgeräte. Das Abholz wird verbrannt; es erzeugteine bedeutende Hitze. Ein Kirschbaum kann über 100 Jahrealt werden.
Eine Art Kirschen schmeckt sauer. Man heisst sie Sauer-kirschen (Weichsein, Emmern). Doch gleichen Blütenund Früchte sonst ziemlich denen des Süsskirschbaums.Auch Pflaumen-, Zwetschgen-, Aprikosen - und Pfir-sichbäume, ja sogar der Schlehenstrauch (Schwarzdorn),tragen Blüten und Steinfrüchte, die in der Hauptsache ganzso gebildet sind, wie die des Süsskirschbaumes. Alle dieseBäume sind also nahe miteinander verwandt.
Aufgabe: 1. Gebet die drei Hauptteile des Kirschbaumes au undzählet auf, was alles daran haftet! — 2. Beschreibet genau die Kirschen-blüte (Knospe, Stiel, Kelch, Blumenkrone, Staubgefässe, Fruchtknoten, Zeit