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denn Albrecht belagerte Zürich noch zweimal, zuletzt gemeinsam mitdem deutschen Kaiser. 50000 Krieger standen einmal vor ihrenMauern. Allein die Städter wachten mit ihren Verbündeten 16 Tageund Nächte lang ununterbrochen. Erfolglos mutzten die Belagererwieder abziehen. Zürich konnte nach mehrwöchiger harter Bedrängnisund beginnender Hungersnot wieder frei ausatmen.
Die Bern er hatten in dieser Zeit die Treue der Waldstätterauch sehen können. Sie erinnerten sich ihrer alten Freundschaft undschlössen 1353 einen ewigen Bund mit ihnen.
So bestand nun die Eidgenossenschaft aus acht Orten: Uri,Schwyz, Unterwalden, Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern. Donda an vergingen mehr als hundert Jahre, bis wieder neue Gliederbeitraten. Darum werden diese ersten die VIII alten Orte genannt.
Die Waffen ruhten nur für kurze Zeit. Bald folgten neueStürme, in denen der achtörtige Bund seine Kraft und Treue inschwerer Probe zu beweisen hatte.
9. Der Heldenkamps bei Sempach ( 1386 ).
1. Dreißig Jahre später regierte über die österreichischen Länder,die an die Eidgenossenschaft grenzten, der jugendliche HerzogLeopold III. Er war ein ritterlicher Fürst, tapfer vor dem Feind,geschickt im Gebrauch der Waffen. Wie sein Urgroßvater, KaiserRudolf, suchte er den Glanz und die Macht seines Hauses zu mehren.Durch Kauf wuchs seine Herrschaft. Aber um das nötige Geldhiefür zu bekommen, belastete er seine Untertanen mit neuen Zöllenund Weggeldern. Diese wurden von seinen Amtsleuten mit Strengeeingetrieben. Im Luzernerland klagte man bitter über den hartenDruck. Die adeligen Herren, die das niedere Volk verachteten,jubelten dagegen ihrem Führer zu. Mit ihm hofften sie, den Freiheits-sinn der Bauern und Städter zu bezwingen und namentlich der ver-haßten Eidgenossenschaft in den Schweizerbergen endlich einmal denTodesstoß zu geben.
2. Leopold rüstete zum Kriege. Mit einem Schlage wollte erzurückerobern, was Österreich in der Schweiz verloren hatte. Die