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Lesebuch für das fünfte Schuljahr / bearb. von der thurgauischen Lehrmittelkommission [Alfred Weideli ... et al.]
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und fing an, mit den breiten, starken und mit Zähnen ver-sehenen Grabschaufeln die Erde aufzuwühlen. Dabei stemmtesie sich mit den langen Hinterbeinen fest gegen die Erde.Nach wenigen Augenblicken war der Kopf in der Erde ver-schwunden und bald auch die Brust, die wohl so stark gebautist, damit die innern Organe geschützt sind, wenn ein Gangeinstürzt. Jetzt sieht man nur noch den plumpen dickenHinterleib, den die kurzen Flügel nicht zu decken vermögen.Ich begreife, daß die Flügel so kurz sind, dachte Fritz, dieGrille kann ja in der Erde doch nicht fliegen. Zuletzt ver-schwinden auch die beiden Schwanzborsten. Später beobachteter sie unten im Glase, wie sie die Erde beiseite schafft undkreuz und quer ihre Gänge gräbt. Schon nach kurzer Zeit hatsie auch den Kohlsetzling gefunden, den Fritz der Glaswandentlang in die Erde gesteckt hatte. Er konnte nun bequembeobachten, wie das Tier das zarte Stämmchen benagte.

Eifrig sucht er nun im Garten nach weitem Schädlingenund hat bald drei Stück gefangen. Jetzt bleiben alle Gemüse-setzlinge unversehrt. Der Knabe dehnt nun seine Streifzügeauch auf die anliegende Wiese aus. Überall, wo das Gras soabgestorben ist, findet er die gefräßige Grille. Ende Juli ent-deckt er auch ein Nest mit etwa hundert Eierchen. Nur wenigeZentimeter in der Erde lag es, damit die Sonnenwärme dieEierchen zur Entwicklung bringe. Fest ausgemauert wars,damit kein Regen hineindringen kann. Rings um die Wohnungführte ein Gang, ähnlich wie ein Wallgraben um eine Burg, undin einer nahen Vertiefung lauerte das Weibchen, um allfälligeFeinde abzuhalten.

Wenige Wochen später fand er ein zweites Nest, welchesbereits mit Jungen angefüllt war, die wie Ameisen aussahen.Die wären bis zum Herbst schon ziemlich groß geworden undhätten im nächsten Jahre bereits eigene Nester gebaut. ImHerbst gräbt die Maulwurfsgrille einen tiefen Gang und ver-schläft den Winter, um im Frühling das Zerstörungswerk vonneuem zu beginnen.