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Nehmen wir eine Bohne zur Hand, welche einige Stundenim Wasser gelegen hat! Auf der Vorderseite bemerkt man denlänglichrunden Fleck (n), wo die Bohne an ihrer Hülse befestigt war.
Über demselben befindet sich der rundliche Keim-mund, unter demselben die höckerige Samen-schwiele. Entfernt man von der Rückseite herdie Samenhaut und legt die Samenlappen aus-einander, so kommt der Keim-ling zum Vorschein. Er bestehtaus dem Wiirzelchen, demkurzen Stengelchen und denzarten Blättchen. Wie sieh die-selben beim Keimen entwickeln,zeigt das Bild. Im Bilde er-kennt man auch die Gipfel-knospe, woraus sich die Fort-setzung des Stengels und neueBlätter entwickeln.
Viel kleiner und unschein-barer als bei der Gartenbohneist der Keimling im Weizen-korn; er sitzt auf der Rück-seite unten. Das Kerneiweiß, welches der Bohne ganz fehlt,macht den größten Teil des Weizenkornes aus und dient zurBereitung des Mehles. Dagegenhat das Weizenkorn nur einenSamenlappen, der überdies sehrklein ist. Er befindet sich zwi-schen dem Eiweiß und demKeimling und hat die Aufgabe,die Nahrungsstoffe aus jenemm diesen hinüber zu leiten.
Das Bild stellt ein keimen-des Weizenkorn dar. Die vor-stoßenden Blättchen sind spitzund über einander geschichtet.
Nebst der Hauptwurzel, diesich nicht weiter ausbildet,entwickelt sich aus den Stengel-ehen nach und nach ein ganzesBüschel von Neben wurzeln. c
Dieselben bedecken sich mit vielenAufsaugung der Nahrung dienen.
Keimendes
Weizenkorn.
Keimender
Föhrensame.
a Blatt, b Fiederchen,Verkeim des Farnkrautes.
Wurzelhaaren, welche zur