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von Zähringen das starke Bern erbaut. Rasch wuchsdie Stadt, und bald wurden ihr die fruchtbarenLändereien der Umgebung Untertan, zum großen Ärgerder Adeligen. Diese sahen wohl ein, daß sie nurvereinigt etwas gegen die Stadt ausrichten konnten.Die Grafen von Nidau, Aarberg, Kiburg, Greyerz,Wandt und viele andere, samt den Bischöfen vonBasel und Lausanne verbündeten sich gegen Bern,'ja sogar der deutsche Kaiser war gegen die Berner.Diese erschraken ob den vielen Feinden und suchtenmit dem Adel Frieden zu schließen. Sie versprachendem Grasen von Kiburg, fünf Jahre lang keinekiburgischen Untertanen als Bürger aufzunehmen,' sieentließen sogar drei frühere Untertanen des Grafenvon Nidau aus ihrem Bürgerrecht. Die Adeligenwurden durch solche Nachgibigkeit nur noch trotzigerund begehrlicher; sie spotteten: „Bist du von Bern,so duck dich und laß über dich gähn!"
Die Adeligen, zu denen sich auch die Freiburgerhielten, sammelten ein Heer von nahezu 20,000 Mannund rückten damit vor das Städtchen Laupen, das Bernwenige Jahre vorher erworben hatte. Die Berner ver-zagten doch nicht- denn die Stadt besaß in Rudolfvon Erlach einen tüchtigen Feldherrn und in Johannvon Bubenberg einen vortrefflichen Schultheißen. Auchfand Bern starke Hilfe bei Solothurn und den Wald-stätten, mit denen es schon seit mehreren Jahrenverbündet war. Aus den Hilferuf Berns antwortetensie: „Ihr lieben Freunde von Bern,' niemals spürtman den Freund besser als in der Not- so sollt ihrauch jetzt an uns Freunde haben." Sie schickten900 Mann. Die Berner brachten ein Heer von6000 Mann zusammen.