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Uznach und Gaster sind im alten Zürichkrieg an Schwyz undGlarus gekommen.
Sargans ist 1483 durch Kauf eine gemeine Herrschaft der siebenOrte (ohne Bern) und das
Ländchen Werdenberg 1517 eine Vogtei von Glarus geworden.
Das Rheintal ist lange Zeit gut österreichisch gewesen. Späterhaben es die Appenzeller gekauft, mußten es aber 1489 wegen Teilnahmeam Rorschacher Klosterbruch an die 7 Orte (ohne Bern) abtreten. Mitder Aufnahme in den Bund wurden sie aber auch als Mitregentenangenommen.
Das Toggenburg ist nach dem Tode der letzten Grafen als Erb-stück an die Herren von Raron im Wallis und dann durch Kauf an dieFürstabtei St. Gallen gekommen.
V. Der Kampf gegen Aurgund.*)
Entstehung: Der Burgunderkrieg wurzelt im Waldshuterkrieg.Dieser wurde veranlaßt durch die Feindseligkeiten des österreichischen Adelsgegen die mit den Eidgenossen verbündeten Städte Schaffhausen undMülhausen; er begann mit dem Sundgauerzug und endigte mit derBelagerung von Waldshut. Die Not, die Kriegsentschädigung aufzu-bringen, trieb den Herzog von Österreich zur Landverpfändung an Bur-gund. Dadurch aber wurden die Eidgenossen und der Herzog vonBurgund Nachbarn, und aus dieser bösen Nachbarschaft entstand derBnrgunderkrieg.
Der Anstifter aber war der König von Frankreich. Er suchtedie Eidgenossen und den Herzog von Burgund hintereinanderzubringen,um letzteren, der sein gefährlichster Gegner war, zu vernichten. Darumgab er sich soviel Mühe, die Eidgenossen von der Gegnerschaft Österreichszu befreien und die „ewige Richtung" der Eidgenossen mit Österreich zu-stande zu bringen.
Die äußere Veranlassung zum Krieg war die Hinrichtung desburgundischen Statthalters in den österreichischen Pfandländern, des RittersPeter von Hagenbach.
Der erste Krieg: Die Eidgenossen griffen an. Einfall in Burgund.Schlacht bei Hericourt 1474. Streifzüge der Eidgenossen in den burgun-dischen Landen. Einnahme von Grandson. Eroberung der Waadt.
') Bergt. VI. Lesebuch Nr. «>6 78.