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wie notwendig, aber auch wie schwer eine so ausgiebige Lüftungherzustellen ist. Man hat für die praktischen Bedürfnisse dieGrenzzahl 0,7 pro Mille auf 1 °/oo erhöht; denn ohne besondereVentilationseinrichtung erneuert sich die Luft in jedem Raume in-folge der Wärmeunterschiede in dem Wohnhaus und der Aussen-luft, sowie der Wohnzimmer und Gänge in der Stunde mindestenseinmal. Erneuern wir die Lüftung unserer Stuben zweimal proStunde, so genügt ein Raum von 30 in 3 für jede erwachsene Person.In Kasernen und Anstalten muss man sich leider schon mit 20 m 3begnügen.
8. Luftfeuchtigkeit und Niederschlage.
1. Die Atmosphäre steht mit dem Meere und den Gewässerndes Festlandes in Berührung. Die Sonne bestrahlt sie. Das Wasserverdunstet und schwebt im Luftmeer. Daher treffen wir nebenden bereits genannten Stoffen (welchen ?) stets auch mehr oderweniger Wasserdampf, der bei entsprechender Abkühlung zu Tau,Reif, Nebel, Wolken, Regen, Schnee oder Hagel wird. Die Ver-dunstung ist um so lebhafter, je trockener und, wärmer die Luftist. Wir verkorken die bis zur Marke mit Wasser gefüllte Koch-flasche. Nur ein Teil des Wassers verdunstet. Die Luft nimmteben bei bestimmter Temperatur nur eine ganz bestimmte MengeWasserdampf auf. Vermag sie keinen mehr aufzunehmen, so sagenwir, sie ist gesättigt. Wind und Wärme befördern die Verdunstung,weil sie gesättigte Luft fort- und warme, trockene Luft herbei-führen. Daher trocknet die Wäsche bei luftigem Wetter, trotzwenig Sonnenschein, sehr rasch. Auch bei 0 Grad Wärme ent-hält die Luft Wasserdampf. Folgende kleine Zusammenstellungbelehrt uns über die Fähigkeit der Luft, Wasserdampf aufzunehmen:Bei 0 Grad Celsius enthält 1 m 3 gesättigte Luft 5 g Wasserdunst
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Hieraus folgt:
Je wärmer
■ die Luft,
desto mehr Wasser kann sie
aufnehmen.
Wird
bereits
gesättigte Luft
weiter erwärmt, so kann sie
noch
mehr Wasser aufnehmen;
wird sie dagegen
abgekühlt,
so fällt der Wasserdampf in irgend einer Niederschlagsform zurErde. — Über unserer Gegend schwebe z. B, ein Luftmeer, das