409
auf und ab. Dieser ist durchbohrt und die obere Öffnung durchdas Kolbenventil, das eine Bleibescliwerung trägt, geschlossen.
Sehen wir zu, wie die Pumpedas Wasser in die Höhe schafft ?
H ist die Ausflussröhre. Ziehtman den Kolben in die Höhe, sopresst der Luftdruck das Kolben-ventil fest an. Das Bodenventilöffnet sich. Die Luft im Saug-rohr wird verdünnt; der äussereLuftdruck treibt das W asser durchdas Zylindersieb der Saugröhreins Saugrohr und in den Pumpen-stiefel. Wird der Kolben nieder-gedrückt, so öffnet sich das Kol-benventil ; das Bodenventil istgeschlossen. Das Wasser liegtnun über dem Kolben, dessenVentil sich schliesst, sobald derKolben unten angekommen ist.
Wird der Kolben zum zweitenMal gehoben, so wiederholt sichderselbe Vorgang. Das aufge-hobene Wasser über dem Kolbenaber fliesst jetzt aus der Ausfluss-röhre ; es ist aus dem Brunnen-schacht gehoben und kann be-liebig verwendet werden.
Nun aber kann man er-fahrungsgemäss das Wasser mitder Säugpumpe nicht auf belie-bige Höhe bringen, sondern nurrund 10 m hoch. Den Grundhiefür kennen wir. Die Ursachedes Steigens in der Saugröhre istdie Luft. Die Luft drückt, wie
f > §
wm»
iUlHüBhU!
Fig. 7 (Säugpumpe).
wir wissen, die Quecksilbersäule bei uns etwa 720 mm hoch.Nun ist aber Wasser 13‘/2 mal leichter, als Quecksilber; folglichwird eine Wassersäule 13,5X 720 mm — 9,72 m, rund 10 m, hochgetrieben.