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Lehr- und Lesebuch für das achte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrat des Kantons St. Gallen
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421
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sprechende Zähnezahl des einen Rades in der Zähnezahl des anderndividieren. Vollzieht sich die Tour des ersten Rades beim Räder-werk in einer bestimmten Zeit, die vielleicht durch ein Pendelreguliert wird, so lässt sich durch Anbringen eines geeignetenZeigwerkes bei andern Rädern die Zeit messen. Solche Räder-werke heissen Uhren. Erklärt die einfache Schwarzwalduhr. Wieerfolgt die Kraftübertragung bei der Nähmaschine, der Drehbank,dem Spinnrad?

VI. Die Brückenwage.

1. Wenn wir grössere oder kleinere Lasten bequem wägenwollen, bedienen wir uns der Brückenwage. Nicht bloss in Ge-schäftslokalen, auf Bahnhöfen, in Werkstätten und Magazinen treffenwir sie; sie ist die Hausfreundin fast aller Familien geworden, in-dem sie in der Haushaltung sehr häufig gebraucht wird. Die un-bequemen, schweren Schnellwagen, sowie das unhandliche, leichteKrämenväglein sind durch sie fast vollständig verdrängt wordenund haben nur noch in den entlegenen Bauernhäusern eine letzteZuflucht gefunden.

2. Die Brückenwage ist eine Zusammenstellung von einemungleicliarmigen und zwei einarmigen Hebeln. Die untenstehendeFigur veranschaulicht uns die Art und Weise der Verbindung underleichtert uns die Erklärung des Zusammenwirkens. Der doppel-

Fig. 17.

armige Hebel ah ist ein aus Eisen gearbeiteter Wagebalken, g istder Drehpunkt, ag der Hebelarm der Kraft, gh ist der Lastarm,an dem in den Punkten h und h die Lasten der einarmigen Hebelc d und e f angehängt sind. Zwei niedergehende Biegungen bringendie Angriffspunkte in eine Linie mit der Hebelachse. Untersuchenwir die Länge der Hebelarme; gh ist 1 / 1(l) gh dagegen 5 /io = (7 2 )von a g oder: wenn die Entfernung g h mit 1 bezeichnet wird, so