räder sind so miteinander verbunden, dass vorn Umfange jedesRades auf die Welle des folgenden Kraft oder wie man häufigauch sagt: Arbeit übertragen wird. Solche Radverbindungennennen wir ein Räderwerk.
Die Kraftübertragung kann nun bei inniger Berührung derUmfänge unter starkem Druck durch die Reibung oder durch Ver-zahnung besorgt werden. Im ersten Falle heissen die RäderFriktionsräder, im zweiten Zahnräder.
Bei einem Zahnrade unterscheidet man erstens den Kranz,der durch Arme mit der Nabe und durch diese mit der Welle ver-bunden ist, zweitens die Zähne oder Kämme mit ihren Zahnlücken.Stehen die Zähne des Kranzes in der Richtung des Halbmessers desRades so, dass sie gleichsam Verlängerungen desselben bilden, sonennt man das Rad ein Stirnrad; sind sie dagegen in der Richtungder Achse, also rechtwinkelig auf der Radfläche, so heisst das RadKamm- oder Kronrad; stehen sie in schräger Riclitung, so heissensie konische Räder oder Kegelräder. Das grössere von zwei in-einander greifenden Rädern heisst vorzugsweise das Rad, daskleinere das Getriebe. Bald ist das eine, bald das andere dertreibende Maschinenteil, je nachdem wir eine grössere Umlaufs-geschwindigkeit erzeugen oder Kraft gewinnen wollen.
2. Die Zähne greifen in die Zwischenräume der Zahnlücken.Beide müssen genau gleich gross sein. Die Zahl der Zähne richtetsich daher nach der Grösse des Rades; ein halb so grosses Radkann nur halb so viele Zähne haben, als das mit ihm verbundenegrössere, macht aber doppelt so viele Umläufe. Jeder Zahn deseinen Rades drückt immer einen Zahn des andern weiter. Es sinddrei Räder miteinander verbunden. Das kleinste hat 8 Zähne, daszweite 24, das dritte 64. Macht das erste Rad einen Umlauf, so hates 8 Zähne des zweiten Rades weitergeschoben, beim zweiten Um-lauf wieder 8 und so fort, bis nach 3 maligem Umlauf des kleinstenRades das zweite einen Umlauf gemacht hat. Hiebei hat diesesdas dritte Rad um 24 Zähne oder s / 8 seines Umfanges umgedreht.Das erste Rad muss sich also 64:8 — 8mal herumdrehen, oder8 Touren machen, bis das dritte Rad eine Tour gemacht hat. Wirsehen also, Tourenzahl und Zähnezahl stehen in umgekehrtem Ver-hältnis: je grösser die Zähnezahl, desto kleiner die Tourenzahl.Hat ein Rad 36 Zähne, ein kleines 12 Zähne, so macht das zweite3 Umläufe, während das grössere eine Tour macht. Allgemeinfinden wir die Tourenzahl eines Räderwerkes, indem wir die ent-