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des Bauers auf den Acker. Die Knollen werden mit demKarſt ausgegraben oder man pflügt ſie aus. Frauen undKinder leſen ſie auf und ſortieren ſie. Welche Luſt iſt es fürden Bauer, wenn die Knollen zahlreich ans Tageslicht kommen!Aber es ſind nicht lauter ſchöne Kartoffeln. Die einen ſindkrank oder ſehr klein, andere von Käfern oder Mäuſen an-gefreſſen, vom Karſt oder Pflug zerſchnitten. Dieſe werdenals Schweinefutter verwendet.
Die geſunden und großen Kartoffeln werden als Speiſefür die Menſchen ausgeſucht. Es ſind Speiſekartoffeln. Imnächſten Frühling benützt man viele davon als Saatkartoffeln.Alle Knollen werden nun geſondert in Säcke getan. Am Abendfährt der Bauer die ſchweren vollen Säcke nach Hauſe. Siewerden im Keller wohl verwahrt und gegen Froſt geſchützt.Gefrorene Kartoffeln ſchmecken widerlich ſüß und faulen bald.
Für die Kinder iſt die Kartoffelernte eine mühevolleArbeit. Jede einzelne Knolle muß aufgeleſen und gereinigtwerden. Dazu braucht's viel Fleiß und Geduld. Da gibt'sſchon andere Geſichter, wenn die mehligen aufgeſprungenenKnollen auf dem Tiſche ſtehen, oder wenn es zum Morgen-kaffee gebratene Kartoffeln gibt.
35. Liebe deinen Nächſten.
1. In einem kleinen Bauerndorf wohnte eine arme, krankeFrau. Als Taglöhnerin verdiente ſie ihr täglich Brot. Sie beſaßeinen kleinen Acker, den ſie mit Kartoffeln bepflanzt hatte.Die Zeit der Ernte war gekommen. Aber die gute Frauwar zu ſchwach, um dieſe anſtrengende Arbeit zu verrichten.Betrübt ſah ſie zum Fenſter hinaus, wie ihre Nachbarn ganzeWagen voll Kartoffeln heimführten. Ach, guter Gott, jammertedie Kranke, gib mir Kraft zur Ernte! Sonſt müſſen dieKartoffeln in meinem Ackerlein zugrunde gehen.