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Lesebuch für das dritte Schuljahr / bearb. von der thurgauischen Lehrmittelkommission ; [Buchschmuck von Carl Roesch]
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Bächlein von der Seite her und ſagte: Guten Morgen, meinBrüderchen! Nimm mich mit!

4. Ja, komm mit mir, ſagte das Bächlein. So gingenſie zuſammen weiter, und als hernach noch viele andereBächlein kamen, nahm ſie der Bach auch noch mit. Davonwurde er immer größer, breiter und ſtärker. Wie das dieLeute ſahen, ſagten ſie: Seht nur; das Bächlein iſt ein großerFluß geworden!

5. Als das Bächlein noch ganz klein war, ſprangen dieKinder darüber hin. Als es aber ein großer Fluß gewordenwar, da bauten die Menſchen eine Brücke über ihn hin, gingenund fuhren nun hinüber und herüber. Wenn eine Mühle anſeinem Ufer ſtand, ſo drehte der Fluß ihre Räder. Wer etwaszu tragen hatte, lud es auf ein großes Schiff. Dann nahmder Fluß das Schiff auf den Rücken und trug es mit ſichfort, weit fort, bis an eine Stadt mit großen Häuſern undhohen Türmen oder bis in das große, tiefe Meer.

6. Dort im Meere kommen die Flüſſe alle zuſammen.Sie bleiben darin, bis der liebe Gott ſie hinaufnimmt an denHimmel und Wolken werden läßt. Wenn es dann auf derErde ſehr heiß iſt und die Pflanzen durſtig ſind, ſo läßt derliebe Gott die tauſend und abertauſend Tröpfchen auf dieErde wieder herniederregnen. Dann tränken und erfriſchenſie die Blumen und alle Gewächſe und dringen wieder in dieErde ein, von wo ſie zuerſt hergekommen ſind.

39. Beim Baden.

Juhu! Baden, Baden! jauchzen die Knaben. Der HerrLehrer geht mit uns zum Badeweiher! Schnell wurde zu vierenangetreten, und fort ging's dem Badeplatz zu.

Bald langte die fröhliche Schar dort an. Raſch zogendie Knaben die Kleider aus und legten ſie ſorgfältig auf eine