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die Rufe nicht mehr hören konnte. Die andern zogen betrübt weiter,und nach langem Umherirren fanden ſie unter einer Baumwurzel einleidlich trochenes Plätzchen. Da brachten ſie die Nacht zu unter großerUnruhe und ohne viel zu ſchlafen. Waren ſie auch mit heiler Hautdavongekommen, es blieb doch immerhin ein ſchlimmes Abenteuer, unddie mit dabei geweſen ſind, werden daran denken, ſo lange ſie leben.
104. Der böſe Mann.
1. Der Schulweg, den die drei Turnachkinder Hans, Marianne undLotti zu machen hatten, war eine ganze kleine Reiſe, und ſie erlebten daalles mögliche.
Letztes Jahr waren die Turnachkinder wie alle Leute manchmalvon der Landſtraße ab ſchräg über einen mit Unkraut bewachſenen Platzgegangen, um auf den untern Weg zur Seeweid zu kommen. Jetzt warder Weg umzäunt, und man mußte einen Umweg machen, der dieTurnachkinder ärgerte. An dem Platze ſtand eine kleine alte Scheune,vor welcher oft ein Mann mit einem gelben ſtrengen Geſicht und grau-ſchwarzem Bart arbeitete. Hans hatte geſehen, daß er einmal einenKnaben, der über den Lattenzaun geſtiegen war, böſe geſchüttelt undgezankt hatte. Seither haßten ihn die Turnachkinder und nannten ihnden böſen Mann.
2. An einem Abend ſtanden Hans und Lotti an dem Zaun; derböſe Mann war nicht zu ſehen. Sie hatten große Luſt, über den Platzzu laufen; aber ſie wagten es doch nicht. 1
Es würde ihm und ſeiner wüſten Wieſe da gar nichts ſchaden,brummte Hans; aber er mag andern Leuten nur nichts gönnen.
Wenn ich ihn wieder ſehe, ſo rufe ich: Sie ſind ein böſer Mann!und ſpringe fort, ſagte Lotti, die manchmal ein wenig unartig war.
Da nahm Hans aus ſeiner Heftmappe ein weißes Blatt undſchrieb mit großer Schrift darauf: Sie ſind ein böſer Mann, weil Sieeinen nicht mehr über den Platz gehen laſſen.
Er ſchob das Blatt, ſo weit er konnte, unter dem Lattenzaundurch und beſchwerte es mit einem Stein; wenn der böſe Mann aus derScheune kam, konnte er das Blatt ſehen.
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