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141. Der dankbare Pflegesohn.
1. Marianne war die Tochter armer Leute aus einemDorfe. Im sechzehnten Lebensjahre wurde sie Dienst-mädchen in der Stadt. Da diente sie viele Jahre, warfleißig und treu und ersparte sich einiges Geld. IhreEltern starben während dieser Zeit.
2. Einmal kam sie in ihre Heimat. Da begrub maneben eine Witwe, welche ein Knäblein von zwei Jahrenhinterließ. Marianne sah diese arme Waise und hattegroßes Mitleid. Sie führte den kleinen Karl in einHaus und fragte: „Willst du mit mir in die Stadtkommen?" Er antwortete: „Ja." Und sie nahm ihnmit und versorgte ihn bei guten Leuten. Sie bezahlteNahrung und Kleidung für ihn und besuchte ihn oft.
3. Karl liebte die freundliche Marianne und nanntesie seine gute Mutter. Diese schickte ihn auch zur Schule.Er wurde geschickt und war immer gehorsam und gut.Da hatte die gute Marianne große Freude. Sie ließihn das Schusterhandwerk lernen. Als er achtzehn Jahrealt war, konnte er als Geselle arbeiten. Alle Sonntagebesuchte er seine liebe Pflegemutter und brachte ihr oftkleine Geschenke.
4. Karl hatte seinen Lohn in die Sparkasse gelegt.Nun kaufte er eine Werkstatt und wurde Schustermeister.Bald hatte er viel zu arbeiten und hielt einige Gesellen.Er führte die alternde Marianne zu sich ins Haus undverpflegte sie aus Liebe und Dankbarkeit. Wenn Leute