Jakob Biirckhardt. - Wilhelin Jordan.
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Zur Siechten sah ich einen Säugling bringen;
Wie eines Schmetterlinges bunt GefiederViel lust'ge Bänder wehten aus und nieder,
Ein Glöckchen wollt' vor Freude schier zerspringen.
Die Andacht wagt' kein Wesen rings zu stören:Die Herden hielten still aus ihren Weiden,
Wie fromme Beter flüsterten die Föhren.
Als ob die Glocken sich umarmt, die beiden,Konnt' ich bald einen süßen Klang nur hörenUnd Tod und Leben nicht mehr unterscheiden.
64. Jakob Bnrckhardt.
Aus „E Hämpfcli Lieder".
Im Maie.
1. Leb wohl, du fchönsti Nacht vom Maie,
Die je vergoht mit Wi und Gsang!
Mer grüeße dini SternereiheMit unsrem letschte Gläserklang;
2. Mer grüeße selbe Morgeschimmer,
Wo mit sich uf der Schwarzmald leit,
Dä Morgewind, wo uns ins ZimmerDer Dust und 's Bluest vom Garte treit.
3. lind setz guet Nacht! es tönt in alle'ne reine Ton vo Glück und Kraft;
Sind's d'Lieder, die noch widerhalle?
Und isch's der Wi, wo Wunder schafft?
4. O nei, 's isch mehr! 's wird nit verwaiheMit Morgewind und Gläserklang I —
Leb wohl, du fchönsti Nacht vom Maie,
Die je vergoht mit Wi und Gsang!
Uf der G aß.
's schloht halber Elfi. Nur e matte SchimmerDringt dur die bschloßne Jalousiee dure.
Doch gseh'-n-i, jetz nimmsch's Liecht und gohsch in d'Nueh;Langsam verschwindet d'Helli, d'Stege-n-uf.
O nur das Händli möcht i seh, das jetzDurchsichtig roserot die Flamme schützt!
Villicht luegsch mit de große-n-Auge drüberEweg und sörchtsch di — denn es isch nit ghür:Mi Geist stoht uf ein Stegenabsatz vor derUnd luegt di a, der gueti, armi Geist!
65. Wilhelm Jordan.
Aus „Die Ribclungc".
Noch einmal füllte der Fiedler von AlzeyMit dem Reste des Vorrats den Feuerstovenlind schleppt' ihn mühsam zur Mitte des HofesMit dem Haken am Beil der Hellebarde.