Band 
Band I.
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Hobelbank mit dem niedlichsten Handwerkszeuge. Da waren kleineSägen, Hobel, Stemmeisen, Hämmer, Zangen, Bohi er, ein Leim-tiegel, ein Massstab, ja selbst ein Bleistift, wie ihn der Schreinergebraucht. Da hat sich das Büblein sogleich eine kleine Werkstatteingerichtet, und nun sägt, hobelt, stemmt, bohrt und hämmert es, 5dass es eine Art hat. Es hat schon einen kleinen Tisch, einenStuhl, eine Bettstelle und einen Schrank verfertigt, und jetzt arbeitetes eben an einer Kommode mit drei Schubkasten. k. Nacke.

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216. Schneider und Schuhmacher.

1. Ist es mühselig, den ganzen Tag zu stehen und den schwerenHammer zu schwingen, wie es der Schmied tut, so ist es doch auch 10kein Spass, immer und immer auf einem Fleck 'zu sitzen, wie derSchneider und der Schuhmacher. Die ganze Arbeitswoche hindurchstecken sie in der Stube und dürfen nicht einmal durch die Fensterhinausschauen auf die Gasse; denn ihre Augen müssen stets aufdie Arbeit gerichtet sein. Vorn frühen Morgen bis spät abends müssen 15sie fleissig sein, besonders kurz vor einem Feste. Da sollen die Kinderneue Kleider und Schuhe haben, und der Schneider und der Schuh-macher müssen sich rühren. Sie nehmen den Kindern das Mass. DerSchneider kauft allerlei Zeuge, Futter, Seide, Zwirn, Knöpfe, Wachszum Bestreichen der Fäden und andere Dinge. Dann misst er an 20und schneidet zu, hantiert mit Nadel, Schere und Bügeleisen, und eheder heilige Abend heranrückt, sind die Böcke, Hosen, Westen undMantel fix und fertig.

2. Der Schuhmacher aber bedarf des Leders, das der Gerber

aus Tierhäuten zubereitet. Das Leder muss er zuschneiden, weich 25klopfen und dann die einzelnen Stücke mit Pechdraht aneinanderheften. Das ist keine leichte Arbeit; er hat für jeden Fuss einenpassenden, hölzernen Leisten, über welchen er das Leder spannt.Wenn er daher sonst wohl acht gibt, so müssen der Stiefel und der Schuhschon passen. Der Schuhmacher sitzt auf seinem dreibeinigen Schemel 30und ist fast immer guter Dinge. Lustig klopft er seine Holzstifte indie Sohlen, und will’s ihm scheinen, als ob’s andere Leute besserhätten, als er, so spricht er laut für sich hin: „Ein jeder Stand hatseine Freuden; ein jeder Stand hat seine Last“ — und bleibt beiseinem Leisten. Ii. Dietlein nach Nacke. 35