Band 
Band I.
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219. 2>er Juso rgen.

Die Nacht ist vorüber; es wird hell; die Morgendämmerungbeginnt. Die Hähne haben sie schon verkündigt; die erwachendenVögel zwitschern vor den Fenstern. Die Landleute verlassen ihrBett, füttern das Vieh im Stalle , schirren die Pferde an und gehenan ihre Arbeit. Die Sonne ist unterdessen hinter den Bergen her-vorgekommen; ihre Strahlen wecken die noch schlafenden Tiere.Die Bienen fliegen aus ihrem Stocke hervor und suchen in denBlumen und Blüten Honig. Die Tauben fliegen auf den Hof oderins Feld, um ihr Frühstück zu finden. Auf den Wiesen und aufden Feldern glänzt alles von hellen Tautropfen. Was gestern welk 10war, ist heute wieder frisch geworden; die Menschen, die gesternmüde und schläfrig waren, sind jetzt wieder stark und gehenmunter an ihre Arbeit. Auch die Tiere sind fröhlicher, als am Mit-tag. Nur die Langschläfer liegen noch im Bette.

W. Curtmann.

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220. Der Abend.

£s wird Hbend; die Sonne sinkt an den Rand des ßimmels; ir>die Wolken in ihrer nähe färben sich rot. Die ßifze hat aufgehört;es weht ein kühles hüftcken. Über dem Wasser erhebt sich Debel;das Gras wird von Uau befeuchtet. 3n der hust spielen Mücken inzahllosen Schwärmen; die Vogel in den Büschen singen ihr letzteshied; die Bienen kehren zu ihren Stöcken zurück, und alle schicken 20sich an, zu schlafen. Desto munterer quaken die Frösche in denWeihern; die Maikäfer schwirren; Fledermäuse flattern umher, undGlühwürmchen leuchten in der Dämmerung. Die Arbeiter sind vondem Felde zurückgekehrt. Alles ist müde und sehnt sich nach Ruhe.Aber Menschen und üiere sind auch hungrig und warfen auf ihr 25Abendbrot. Die rauchenden Schornsteine und die heimkehrendenWagen mit Futter zeigen, dass dafür gesorgt wird. Bald werden allesatt sein und sich dem Schlafe überlassen. w. eurfmann.