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Band I.
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A. Episches.

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257. Die Grille und die Ameise.

f ine faule Grille sang

Einen ganzen Sommer langUnd war immer ohne SorgenFür den andern Morgen.

5 Weil der Sommer Nahrung hat,

Wurde sie auch täglich satt.

Aber als der Winter kamUnd der Flur das Leben nahm,

Da trieb sie der Hunger hin10 Zu der Ämse: „Nachbarin,

Ich bin hungrig; gib mir dochEin klein wenig nur zu leben!

Deine Kammer hat ja nochGroßen Vorrat, und ich will15 Alles gern dir wiedergebenMit den Zinsen im April".

„Schwesterchen, wie brachtest duDeine Zeit im Sommer zu" ?

„Nachbarin, dn weißt's ja wohl!

20 Ich, die Freundin von Apoll,

Sang beständig; hast du mich

Denn nicht vernommen? Und konnt' ich,

Schwesterchen, was Bess'res tun" ?

„Grillchen, nein! Doch tanze nun"!

Ludwig Gleim.1719 - 1803 .

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