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Band I.
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258. Die Klugheit.

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Durch eines Fischers List berückt.

Ward in sein Garn ein junger Hecht verstrickt.

Das Sprichwort sagt: Die Not bricht Eisen.

Der Kriegsgefangene nagt' so lang.

Bis dah es ihm suletzk gelang.

Sich aus den Banden loszureißen.

Jetzt sprach er bei sich selbst: „Ei, Ei!

Ich dacht' es nicht, bei meiner Ehre,

Dah hier ein Netz verborgen wäre!

Je nun, ich bin ja wieder frei;

Kein Henker soll ?um zweitenmal mich kriegen.

Doch still! Mas seh' ich dort vor jenem BootIm Wasser hin und wieder fliegen?

Beim Element, ein setler Bissen Brot"!

Er schnappt ihn aus und läßt, dem Netze kaum entgangen.Sich nun durch eine Angel sangen. G. K. Pfesfel.

1736—1809.

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259. Der Zeisig.

Ein Zeisig war's und eine Nachtigall,

Die einst zu gleicher Zeit vor Dämons Fenster hingen.Die Nachtigall fing an, ihr göttlich Lied zu singen,

Und Dämons kleinem Sohn gefiel der süße Schall.

5 „Ach, welcher singt von beiden doch so schön?

Den Vogel möcht' ich wirklich sehn"!

Der Vater macht' ihm diese Freude;

Er nimmt die Vögel gleich herein.

„Hier", spricht er, „sind sie alle beide;

10 Doch welcher wird der schöne Sänger sein?

Getraust du dich, mir das zu sagen" ?

Der Sohn läßt sich nicht zweimal fragen;

Schnell weist er auf den Zeisig hin.

„Der", spricht er, „muß es sein, so wahr ich ehrlich bin!15 Wie schön und gelb ist sein Gefieder!

Drum singt er auch so schöne Lieder!

Dem andern sieht man's gleich an seinen Federn an,Daß er nichts Kluges singen kann".

20 Sagt, ob man im gemeinen LebenNicht oft, wie dieser Knabe, schließt?

Wem Färb' und Kleid ein Anseh'n geben,

Der hat Verstand, so dumm er ist.

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Chr. F. Geliert.1715—1769.