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267. Knecht Ruprecht.
Ü?fon drauß', born Walde komm' ich her;Ich muß euch sagen, es Weihnächte! sehr!Allüberall auf den TannenspitzenSah ich goldene Lichtlein sitzen,
Und droben aus dem HimmelstvrSah mit großen Augen das Christkind hervor,Und wie ich schritt durch den finstern Tann,Da rief's mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht", rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen gn brennen an;
Das Himmelstor ist aufgetan;
Alt' und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
Und morgen flieg' ich hinab zur Erden;
Denn es soll wieder Weihnachten werden"!
Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat".
— „Hast denn das Säcklein auch bei dir" ?Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern".
— „Hast denn die Rute auch bei dir" ?
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten;
Die trifft sie auf den Teil, den rechten"!Christkindlein sprach: „So ist es recht;
So geh' mit Gott, mein treuer Knecht"!
Von drauß', vom Walde komm' ich her;
Ich muß euch sagen, es Weihnächte! sehr!
Nun sprecht, wie ich's hierinnen find'!
Sind's gute Kind', sind's böse Kind'?
Theodor Storm.1817 - 1888 .