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Band I.
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5. Und als der frühe Morgen im Osten kaum gegraut,

Da hat ein seltnes Schauspiel vom Lager man geschaut;

Es öffnet leise, leise sich das bedrängte Tor;

Es schwankt ein Zug von Weibern mit schwerem Schritt hervor

6. Tief beugt die Last sie nieder, die auf dem Nacken ruht;Sie tragen ihre Eh'herrn; das ist ihr liebstes Gut.

„Halt an die argen Weiber"! ruft drohend mancher Wicht;Der Kanzler spricht bedeutsam: „Das war die Meinung nicht"

7. Da hat, wie er's vernommen, der fromme Herr gelacht:„Und war es nicht die Meinung, sie haben's gut gemacht;Gesprochen ist gesprochen; das Königswort besteht

Und zwar von keinem Kanzler zerdeutelt und zerdreht".

Adalbert von Chamisso.1781 — 1838 .

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289. Der Kreuzritter.

Herauf, herauf, mein treues Roß!

Da stand es einst, mein Ahnenschloß!

Nun ist es Schutt und alles tot.

Was mir einst Lust und Liebe bot.

2. (D Vaterland, du teures Land!

Ich schlief auf heißem Wüstensand,

Verwundet und im Zelsennest

Und auf dem Leichentuch der Pest.

3. Im Panzerkleid, am Pilgerstab,

In heißer Schlacht, am heil'gen Grab,

Gefangen und beim SiegesmahlGedacht ich dein, mein Heimattal.

4. Die Völker schlugen auf das Zelt,

Wo einst gewallt der Herr -er Welt;

Ich hab' den heil'gen Grt gesehn;

Gs sank vor mir -er Sarazen.

5. Nun alle Schuld ist abgebüßt.

Nun kam ich heim; sei mir gegrüßtAm Grab der Däter, Gichenbaum!

Du schautest meinen schönsten Traum.

6. Mir blieb mein Hort, mein treues Schwert,Mein Siegesruhm, mein Ritterwert;

Gibst du mir nur ein Grab dafür.

Mein Heimatland, wie dank' ich dir!

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Hermann Ltngg.1820 — 1905 .