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Duo seid der Grescht: „I chan dier Cheiser sägen,I wollt d'r zehentuusig zämeschlahnUn die zween da nähn g'rad so viel bim Chrägen,
20 Mier hein scho mengs so Stryßli g'han".
Duo seid der Cheiser: „Nu mier wein de guggen"!Un hed duo ganz lan fahren syner Muggen.
Die dry sin druf in Buchenwald da g'gangen,
Un jedra hed en dicken Bäum usg'schrissen,
25 D'ruf si syn uf en Find mit denen StangenUn hein ne b'jäten, daß er ischt usg'rissen.
Da ischt der Cheiser gryslich löuben g'synU seid: „Jetz chenn d'r g'rad uslesen,
Was jer weit han". Du chunnd's den dryen d'Sinn,30 En Vogel in ihr'm Fähnli wän es Wesen.
Duo seid der Cheiser: „Nu d'r sollt nen han".
Duo hein si g'schwind d'r Adler in ihr's Fähnli tan.Druf hed er no den dry'n Erlöubnis gähn,
Derd us sym Boden d's Benigen dry Rieben z'nähn,35 Un eini in d'r Hand u zwon im Gyrtel z'trägen. —Das isch jetz all's, was i-n-uch hit chan sägen.
294. Rüeggispfad.
(Eine Volkssage im Simmentalerdialekt.)
ischt es Mal e Rüeggi g'si,
Hedd gäre ddruuhe chüela Wy,
U hedd sich alli Samstig z'NachtFür z'jage-n uehi i d'Bärge g'macht.
2. Si Muedder hedd ims schützlich 4 g'wehrt;Är hedd sich aber nüüt dra g'kehrt,
Hedd sia schoe g'siit: „Ddröescht Gott di Seel!Am Sundigg z'jage bringt kis G'fehl^.
3. Loos, Rüeggi, we d'r es Mal ebchundt^Die wiißi Gemsche, ki Stund blibst g'sundt;Du soerischt 4 ab, wend' nit erfatlft 5
U mit dem Läbe di Sund bizallst".
Erklärungen. 1 schützlich = sehr, eindringlich. 2 G'fehl = Segen, Glück.’ ebchundt = begegnet. 4 soerischt = hinsiechen. 5 erfallst = zu Tode fällst.