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Band I.
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340. Das Kind des Steuermanns.

1. „Die Segel eingezogenUnd alle Mann aufs Deck"!

Der Sturm kommt angeflogenAus finsterem Versteck.

Die Wogen wälzen rollendSich schon heran mit Macht;

Der Donner regt sich grollend,Und Mittag wird zur Nacht.

2. Doch hinten steht im SchiffeDer Steuermann am Rad

Und lenkt mit Blick und GriffeDes schwanken Kieles Pfad,

Weiß klug vorbei zu haltenAm mörderischen Riff,

Die Wellen kühn zu spalten;

Denn ihm gehorcht sein Schiff.

3. O braver Seemann, zwingeDes Elementes Wut!

O wackres Schifflein, dringeVoran durch Sturm und Flut!Viel bange Herzen zagen,

Und mit des Sturms GeräuschMischt sich der Kinder Klagen,Der Frauen Angstgekreisch.

4. Doch still und unerschrockenSitzt dort abseits ein Kind,

Läßt ruhig sich die LockenZerwühlen von dem Wind,

j Blickt stolz ins Meer vom Decke,

! Als wie von einem Thron,

Weiß nichts von Angst und Schrecke:Des Steuermannes Sohn.

5. Ihn fragt der Männer einer:: „Dir macht der Sturm nicht angst?

Sag an, wie kommt es, Kleiner,Daß du allein nicht bangst" ?

Da wird von trotz'gem FeuerDes Knaben Wange rot:

„Mein Vater sitzt am Steuer!

Da hat es keine Not".

6. O starker Kindesglaube!Verstehst du's, Gotteskind?

Ob um dein Schifflein schnaubeDer ungestüme Wind,

Der Himmel steht im Feuer,

Die finstre Tiefe droht:

Dein Vater sitzt am Steuer!

Da hat es keine Not.

Karl Gerat.1815—1890.

34J. Das Gafthausgefxenft auf Aarls serienreif«.

f. Nachts um die zwölfte StundeVernehm' ich ein Gebrumm;

Da regt sich's und bewegt sich's;<Ls geht im Hause um!

2. Die Treppen auf und nieder,Die Gänge hin und her,

Da schleicht's und schlurft's unheimlichUnd ächzt und stöhnt so schwer.

3. Hch halt' zurück den Atem.Hetzt ist's an unsrer Tür!

Hch schreie vor Entsetzen.

Da sagt mein Freund zu mir:

4 . „Das ist des Wirtes Hausknecht;wenn alles längst zur Ruh',

Holt er, um sie zu putzen,

Die Stiefel und die Schuh'".