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5. „Ich habe den Herrn gesehenAm Rebengestade des Rheins.
Zur Messe wollt' er gehenWahl in den Dmn zu Mainz.
6. Das war ein Bild, der Alte!Fürwahr von Kaiserart!
Bis auf die Brust ihm wallteDer lange, braune Bart".
7. Jus Wort fiel ihm der zweite,Der mit dem Federhut:
„Ei, Freund, bist du gescheite?
Dein Märlein ist nicht gut.
8. Ich habe den Kaiser gesehenAuf seiner Burg im Harz;
Am Söller tät er stehen;
Sein Bart, sein Bart war schwarz" !
9. Da fuhr vom Sitz der dritte,Der Mann mit Koller und Sporn,Und in der Zänker MitteRief er mit hellem Zorn:
10. „So geht mir doch zur Hüllen,Ihr Lügner! Glück zur Reis'!
Ich sah den Kaiser zu Köllen;
Sein Bart ist weiß, ist weiß"!
1 11. Das gab ein grimmes Zanken
Um weiß und schwarz und braun;
: Es sprangen die Klingen, die blanken,, Und wurde scharf gehau'n.
j 12. Verschüttet aus den Kannenj Floß der vieledle Wein;
! Blutige Tropfen ranneni Aus leichten Wunden drein.
! 13. Und als es kam zum Wandern,
; Ging jeder in zornigem Mut,
! Sah keiner nach dem andern,
! Und waren sich jüngst so gut.
14. Ihr Brüder, merkt das eine! Bei dieser schlimmen Fahrt:i Zankt, wenn ihr sitzt beim Weine,Nicht um des Kaisers Bart!
Em. Geib el.181b—1884.
345 I öe Ferie.
D'r Kart wott i d'Lrömdi gah;
’S isch nümme guet deheim.was saht me-n-au deheime-n-a?
Geng d's glych verleidet eim.
2. ’S isch Ferie fit gester scho;
Drum uf u fürt, rächt wyt!
D'r Unggle hätt' ne längst scho gno;
Dert isch di schönsti Zyt.
3. Drum nimmt er Abschied setz u geitU-n' isch voll Freud derby
U chunt zum Unggle da u seit:
„Ietz wei mer lustig sv" !
4s Der Unggle druf: „we-d-ässe wittU schlafe au bi üs,
So muesch halt schaffe-n-o dy ZytU wärche Groß' und Lhlys".