Band 
Band I.
Seite
468
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5. vorn Morge früeh bis z'Abe spätIsch immer öppis z'tüe

Mit diesem und mit jenem Grät.

’S macht im gar grüsli Müeh.

6. Är briegget z'Nacht und süfzget schwer:

„Das halt i nümme-n-us!

Das isch für Auskunft mir e Lehr;

Nie gang i meh vo bfus".

7. Doch ändlich chan er wieder hei;

Ja, luegit jetz ue a!

So brun, so rund, so strammi Bei!

Ja währli, 's het guet ta.

8. Gäll, d's lvärche isch so Bürschli gsund,lve's scho nit wohl eim tuet?

Doch d's Beste-n-isch: vo dieser StundGfallt's im deheime guet. 6. 5t.

Aus „Froh und gut".

346. Zwei Wanderer.

^^ingen einst zwei Wandrer über Land;Sommer war's, und hoch die Sonne stand.

2. Beide mochten jung an Jahren sein;Schritten rüst'gen Ganges querfeldein.

3. Heiter war des einen Angesicht,

Wie ein jubelfrohes Lenzgedicht.

4. Auf des Weggenossen Mienen lag's,

Wie das Düster eines Spätherbsttags.

5. „Ha, wie herrlich"! jauchzend ruft der ein',„Strahlt das grüne Land im Sonnenschein"!

6. Wischend von der Stirne sich den Schweiß,Seufzt der andre: „Ach, wie furchtbar heiß"!

7. Nun der ein' am Weg ins Kornfeld greift:„Ei, wie schon die Frucht so Prächtig reift"!

8. „Meinetwegen mag das Korn gedeihn",Brummt der andre; „doch was trägt's mir ein"?

9. „Sieh, o sieh am Hag die Blütenpracht,Drob dir traun das Herz im Leibe lacht"!