Band 
Band I.
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471
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4. Schau' ich die Chinesen anUnd ihr Spiel der Messer,

Oder geh' ich ncbendranZn dem Feuerfresser?

Lehrreich ist ein KänguruhUnd ein Zibetkatcr;

Doch am meisten lockst mich du,Kasperlithcater.

5. Kaspcrli, du tapfrer Held,Recke ohnegleichen!

Bist von Feinden rings umstellt;Keiner macht dich weichen.

Kommt das Schicksal roh und kaltZwanzigmal auch wieder,

Schlägst du's mit der Pritsche baldLustig lachend nieder.

6. Als die Feinde lagen tot,

Kam durch Spuk der GeisterUnser Held in große Not;

Lachend blieb er Meister.

Ganz zuletzt der Teufel kam,Schrecklich anzuschauen;

Doch auch ihn hat krumm und lahmKasperli gehauen.

7. Als herum der Teller gingUnd das Spiel geendet,

Hab' ich einen SilberlingDankesfroh gespendet.

Stellt mir künftig wer ein Bein,Weiß ich, wie ich's mache:

Gleich dem tapfern KasperleinSchlag ich drein und lache.

Rudolf Baumbach.1810—1905.

949. Eine Seeräubergeschichtc.

(Erzählung eines alten Steuermannes).

lUfk hatten Öl geladen und KorinthenUnd segelten vergnügt mit unsrer FrachtVon Malta auf Gibraltar, Jochen Schütt,

Der Lüb'sche Kapitän, mit fünf Matrosen5 Und ich, Hans Kiekebusch, als Steuermann.

Der Wind blies lustig, und wir waren schonSardinien vorbei, als hinter unsNvrdosther ein verdächtig Segel aufkam,

Das wie mit Siebenmeilenstiefeln lief.

10 Bedenklich guckte Jochen Schütt durchs GlasUnd schüttelte den Kopf und guckte wieder,

Und immer länger ward sein schlau Gesicht.„Verdammte Suppe"! brach er endlich los;

„Der Haifisch soll mich schlucken, wenn das nicht15 Tuneser sind, Spitzbuben, die's auf unsUnd unsern schmucken Schoner * abgesehn!

Bei Gott, jetzt heißt es, alles Weißzeug losUnd stramm gesegelt"! — Leider war's zu spät;Ein Viertelstündchen noch, da wußten wir,

rSchoner — ein schmales, zweimastiges Schiff.