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Band I.
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374. Fürbitte.

Gedenke, daß du Schuldner bistDer Armen, die nichts habenUnd deren Recht gleich deinem istAn allen Lrdengaben.

5 Wenn jemals noch zu dir des LebensGesegnet goldne Ströme gehn,

Laß nicht auf deinen Tisch vergebensDen Hungrigen durchs Fenster sehn!

Verscheuche nicht die wilde Taube I10 Laß hinter dir noch Ähren stehn

Und nimm dem Weinstock nicht die letzte Traube!

Hermann Lingg.

1820 — 1935 .

375. Gottwilche, Finkli!

Gottwilche, Finkli! Bist v da?

Hest öppe no nüt z'Morge g'ha?

Gäll, gäll, das ist e bösi Zyt,

We Schnee uf allne Gasse lyt.

Keis Würmli meh ist z'übercho.

Wer wett o lustig sy e so?

2. Drum machist so nes trurigs Gsicht,

Du arme, liebe, gute Wicht!

Chumm nume näher no-n-e Schritt!

Denn z'fvrchte bruchst di vor m'r nit.

I ha d'r Chärne, ha d'r BrotU Hilfe d'r gern us d'r Not.

3. Gryf zue! Doch gib geng vrdli acht,Was d's Büßi dort dir Stege macht!

Es schhnt, es heig di scho-n-erlicktU lost uf d's Grüsch, we d's Schnäbelt pickt,U düßelet de Wände nahU mochti d's Finkli gar gern sah.

4. So, so, int Liebe, bist scho satt?

Jtz strich m'r d'Federe no glatt!

Es wird doch wohl d'r FinkeinaDaheim nit öppe Strit ha g'ha?

Kei Red! Denn da chunnt d's Whbli oU schnabuliert druf los gar froh.