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5. Ade! Wenn's scho mueß gange sy,
U chömet ume de recht glyU näht d'r Winter nit so schwer!
D'r Fenstersinze wird nid leer.
Im Früehlig chönnt-er de mieraIm Garte-n-es Konzertli ha.
Ioh. Aeg lev1851.
376. Der Weihnachtsbair in.
f. ^>chön ist im Frühling die blühende Linde,Bienendurchsummt und rauschend im winde,
Hold von lieblichen Düften umweht.
Schön ist im Sommer die ragende Liche,
Die riesenhafte, titanengleiche,welche in Wetter und Stürmen besteht.
Schön ist im Herbste des Apfelbaums Krone,
Die sich dem fleißigen Pfleger zum LohneBeugt von goldener Früchte Pracht.
Aber noch schöner weiß ich ein Bäumchen,welches gar lieblich ins ärmlichste NäumchenStrahlt in der eisigen Winternacht.
2. Keiner kann mir ein schöneres zeigen!
Lichter blinken.in seinen Zweigen,
Goldene Apfel in seinem Geäst,
Und mit schimmernden Sternen und KränzenSieht man ihn leuchten, sieht man ihn glänzenAnmutsvoll zum lieblichsten Fest.
Don seinen Zweigen ein träumerisch DüftenWeihrauchwolkig weht in den Lüften,
Füllet mit süßer Ahnung den Raum.
Dieser will uns am besten gefallen;
Ihn verehren wir jauchzend vor allen,
Ihn, den herrlichen Weihnachtsbaum!
Heinrich Seidel; 812 — ^ 06 .