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7. Tröst du di! Er lyt da unteLauft so guet as im e Grab.
Üse Hcrrgett het ne fündeU biwahret ne da unteI dem tiefe Gletscher-Schrund,
Bis der jüngsti Tag de chunnt.
8. We-u-ademTagfrüy ded'SunneStrahlt i-n-ihrer Hcrrlikcit,
Ist der Gletscher gly zerrunne.
De het's Hans glatt alles gwunne!Gryn du nit! Ihr werdet schoDort nv einisch z'säme cho.
Gottl. Jak. Kühn.1775—1849.
599. Die Wettertanne.
f. Ls steht eine mächtige Tannebfoch oben am Felsenrand.
Sie schauet ernst nach dem Tale,Hinaus in das weite Land.
2. Sie hat dem Sturme getrotzetHier oben wohl hundert Jahr.
<£s hat die Zahl ihrer TageGebleichet ihr moosiges Haar.
3. Der Sturm hat sie umfaufst;Die Tanne, sie wankte nicht.
Der Blitz hat sie umzucket;
Sie stand mit ruh'gem Gesicht.
Die lVinter umstürmten sie frostig;Stolz trug sie die schneeige Last,
Als säßen nur muntere BögetAuf ihrem kräftigen Ast.
5. Sie schaut auf die Menschen herniederIm Frieden, in Freude und Not,
Mann segnend das Glück ihnen blühte,Wann ihnen Feinde gedroht.
6. So stand sie groß und mächtigUnd ernst und stolz und stark,
Und wohl noch hundert JahreErhält sie ihr kräftig Mark.
7. Du Schweizerjüngling, ihr Männer,
Die Tanne euch Beispiel sei:
Seid auch so stolz und mächtig,
So markig, so ernst, so frei!
Joseph Roos.1851 — 1909 .