4
Dir schlägt das Herz; du merkst es bald,
Der liebe Gott wohnt in dem Wald.
Dein Auge zwar kann ihn nicht sehen,
Doch fühlst du seines Odems Wehen.
3. Wo wohnt der liebe Gott?
Hörst du der Glocken hellen Klang?
Zur Kirche rufen sie dich hin.
Wie ernst, wie freundlich ist’s darin,
Wie lieb und traut und doch wie bang!
Wie singen sie mit froher Lust,
Wie beten sie aus tiefer Brust!
Das macht, der Herr Gott wohnet da.
Drum kommen sie von fern und nah,
Hier vor sein Angesicht zu treten,
Zu fleh’n, zu danken, anzubeten.
4. Wo wohnt der liebe Gott?
Die ganze Schöpfung ist sein Haus.
Doch, wenn es ihm so wohlgefällt,
So wählet in der weiten Welt
Er sich die engste Kammer aus.
Wie ist das Menschenherz so klein,
Und doch auch da zieht Gott hinein!
0 halt’ das deine fromm und rein!
So wählt er’s auch zur Wohnung sein
Und kommt mit seinen Himmelsfreuden
Und wird nie wieder von dir scheiden. (Hey.)
6. Der Herr der Herren.
Der Landgraf Philipp von Hessen ritt einst über Feld.Er saß stattlich zu Pferde mit Schwert und Panzer, undhinter ihm ritten seine Begleiter. Da zog ein Gewitter amHimmel auf, und als die Reiter an einen Wald kamen, daschlug der Blitz vor dem Landgrafen krachend in eine Eiche