Band 
Erster Teil.
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4. Des Kindes Neujahrsgebet.

Heute, bei des Jahres Wende,

Heb' ich flehend Herz und Hände,

Gott und Vater, zu dir auf!

Daß das Gute mir gelinge.

Daß das Böse ich bezwinge,

Hilf in dieses Jahres Lauf!

Laß des Glückes Sonne scheinenGnädig den geliebten Meinen,

Und das Unglück halte fern;

Allen Menschen gib den Frieden,

Dauer sei dem Glück beschieden

Und dem Leid ein Hoffnungsstern. (Ludwig Bauer.)

5. Wo wohnt der liehe Gott?

1. Wo wohnt der liebe Gott?

Sieh dort den blauen Himmel an,

Wie fest er steht so lange Zeit,

Sich wölbt so hoch, sich streckt so weit,

Daß ihn kein Mensch erfassen kann,

Und sieh der Sterne gold’nen Schein,

Gleich als viel tausend Fensterlein.

Das ist des lieben Gottes Haus;

Da wohnt er drin und schaut herausUnd schaut mit Yateraugen niederAuf dich und alle deine Bruder.

2. Wo wohnt der liebe Gott?

Hinaus tritt in den dunklen Wald;

Die Berge sieh zum Himmel geh’n,

Die Felsen, die wie Säulen steh’n,

Der Bäume ragende Gestalt.

Horch, wie es in den Wipfeln rauscht!

Horch, wie’s im stillen Tale lauscht!