Band 
Erster Teil.
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Kinder, die andern waren leer. Es schaute rings umher.Dort im schönen, saubern Bette saß der Beni aufrecht undlachte mit leuchtenden Augen zu Eveli hinüber. Es lief zuihm und legte gleich den ungeheuern Blumenstrauß vor ihnhin. Eveli hatte gesehen, daß eine Tür zu einem andernZimmer offen stand; es hatte aber nicht hineingeschaut undwar geradeaus zu Benis Bett geeilt. Aber die roten undblauen Blumen hatten dort hineingeleuchtet, wie es sie vor-beitrug, und eine bittende Stimme rief jetzt herüber: „Bringmir doch auch eine davon, nur eine!“

Eveli verstand, was gemeint war, und schaute denBeni fragend an; es hatte sie ja alle ihm zum Geschenke ge-bracht. Da nahm er zwei blaue und zwei rote aus demStrauß und sagte: „Bring sie ihnen nur; sie müssen so vielleiden dort drinnen, ich höre sie wohl stöhnen.“

Die Schwester, die in der Nähe stand, kam nun herzuund sagte, es sei recht, wenn Eveli so tun wolle; sie werdemit, ihm gehen. Nun erfaßte Eveli seinen mächtigen Straußwieder und folgte der Schwester in das andere Zimmer. Eswar ein großer Saal; noch viel mehr Betten standen drinals in Benis Stube, und fast in jedem der Betten lag einekranke Frau. Als Eveli mit seinem schimmernden Straußeintrat, da rief es von allen Seiten: „0 wie schön, o wieschön! 0 bring mir auch eine! Und mir eine!“ Da wan-derte Eveli von einem Bette zum andern und legte immerzwei Blumen auf jede Decke, eine rote und eine blaue. Diebleichen Frauen schauten Eveli so dankbar an und hieltenalle ihre Blumen in den Händen, daß es aussah, als wäreein großes Fest in dem Krankensaal. Aber auch nach demAusteilen hatte Eveli immer noch einen großen Strauß in derHand. Es schaute fragend auf die Schwester, ob es wohlnoch einmal mit dem Austeilen beginnen solle. Die Schwesternahm Eveli bei der Hand.

„Komm, du kannst noch mehr Freude machen,“ sagtesie und ging mit ihm zur Türe.