IV. Bilder aus der Natur.
131. Das große Buch.
1. Ein großes Buch ist aufgestellt,
Kein schönres gibt’s auf weiter Welt!
Mit Bildern ist es ausgeschmückt,
Die herrlicher man nie erblickt.
2. Und fragst du, wer dies Buch verwahrt,
Das so viel Wunder offenbart:
0 geh hinaus in Feld und Flur;
Das Wunderbuch, es heißt Natur! (Agnes Franz.)
132. Die Sterne und der Mond.
1. Auf einer großen Weide gehenViel tausend Schafe silberweiß;
Wie wir sie heute wandeln sehen,
Sah sie der allerält’ste Greis.
2. Sie altern nie und trinken LebenAus einem unerschöpften Born,
Ein Hirt ist ihnen zugegebenMit schön gebognem Silberhorn.
3. Er treibt sie aus zu goldnen Toren,
Er überzählt sie jede Nacht,
Und hat der Lämmer keins verloren,
So oft er auch den Weg vollbracht.
4. Ein treuer Hund hilft sie ihm leiten,
Ein muntrer Widder geht voran.
Die Herde, kannst du mir sie deuten?
Und auch den Hirten zeig’ mir an! (Fr. Schiller.)