Band 
Erster Teil.
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wird ergriffen und auf den Wagen geschoben. Hinterhersputen sich die Recherinnen, wie flüchtige Rehe, um in hoch-gefüllten Schürzen die eilfertig gesammelten Rückstände nach-zutragen. Auf dem Wagen greift der kniende Heulader mitausgebreiteten Armen bald da, bald dort nach den ihm dar-gebotenen Haufen, sie mit kundiger Hand und sicherm Blickgeschickt zu verteilen. Schon rauschen schwere Tropfenhernieder, der Wind stößt heftiger. Man greift nach demBindebaum, und im Hui liegt er auf dem hochgeschichtetenFuder.

Mit dicken Wellenseilen wird er hinten niedergezogen,indes die Recherinnen herbeieilen, das Fuder ringsher etwasglatt zu kämmen.

Da zagt das Wetter heran, es glitzert der Regen ineinzelnen schweren Tropfen, es kracht aus den schwarzenWolken. Weitausgreifend fliegen die kräftigen Rosse mitdem mächtigen Heuwagen davon, um unter sicherer Leitungnoch zeitig die Scheune zu erreichen. Mit den Gabeln undRechen auf den Schultern rennen die Heuer und Heuerinnenunter Lachen und Schäkern hinten drein. Kaum ist manunter dem Dach, so platzt der Regen in angemessenen Strömenherunter, es zucken die Blitze durch die dunkle Tanne, undüber der Scheune rollt furchtbar der Donner hinweg.

(Nach Jeremias Gottheit.)

142. Der Oktober.

Wo ÄHrenfelder sonst, da stehen jetzt die leeren Stoppeln;wo sonst Rosen blühten, da hangen dürre Zweige, welke Blätter,und all die Vogel, die vor kurzem noch so lustig sangen in derblauen Luft, sie sind verstummt; 's ist wirklich schade drum! —Doch hat auch Berg und Tal ein andres Kleid; ein neues Lebenschallt, wohin man schaut. Hört ihr im Walde dort die Büchseknallen, die Hunde bellen, das Hallo der Jäger? Hört ihr amFlusse dort das Lied der Winzer? Das klingt von Berg zu Bergbis tief ins Tal, und von den Schiffen unten schallt herauf Musik