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155. Das Liedlein vom Kirschbaum.
1. Der Liebgott het zum Früehlig gsait:„Gang, deck im Würmli au st Tisch!"
Druf het der Chriesbaum Blätter trait,
Vil tusig Blätter, grüen und frisch.
2. Und 's Würmli, us-em Ei verwacht's,
's het gschlofe i sim Winterhus,
Es streckt-si und schert 's Müli ufUnd ribt die blöden Augen us.
3. Und druf se het's mit stillem ZahnAm Blättli gnagt enanderno
Und gsait: „Wie ist das Gmües so guet!
Me chunnt schier nümme weg dervo."
4. Und wider het der Liebgott gsait:
„Deck jez im Jmmli au st Tisch!"
Druf het der Chriesbaum Blüete trait,
Bil tusig Blüete wiß und frisch.
b. Und 's Jmmli stht's und fliegt druf hiFrüeih in der Sunne Morgeschin.
Es denkt: „Das wird mi Kaffi st,
Si hend doch chosper Porzelin!"
6. Wie sufer sin die Chächli gschwenkt!
Es streckt st troche Züngli dri,
Es trinkt und satt: „Wie schmeckts so süeß!
Do mues der Zucker wohlfel si."
7. Der Liebgott het zum Summer gsait:„Gang, deck im Spätzli au si Tisch!"
Druf het der Chriesbaum Früchte trait,
Vil tusig Chriesi rot und frisch.